Man sieht ihn auf Bags, Jutebeuteln, an Fahnen, auf Mützen und Capies, vor allem in Szenevierteln trifft man ihn immer wieder an. Ebenso daher in der Berner Innenstadt und in der Nähe der Reitschule habe ich ihn immer wieder gesehen; ein Totenkopf mit gekreuzten Knochen wo drunter «St. Pauli» steht. Der Totenkopf ist wohl im Ausland das bedeutendste Zeichen des FC St. Pauli, welcher weitaus mehr ist als ein "normaler" Sportklub.
Was ist St. Pauli eigentlich für ein Klub?
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Von Fans für Fans
Der deutsche Fussball zeichnet sich gegenüber anderen Ligen immer wieder durch die Fans aus, welche die Stadien fast jeden Spieltag immer wieder füllen. Ein Grund dafür ist die im deutschen Fussball geltende 50+1 Regel, welche nichts anderes bedeutet als das 50 % des Klubs den Fans gehört. Und St. Pauli ist eines der besten Beispiele dafür, wie sehr eben Fans einen Verein prägen und ebenso besitzen. So besteht fast die gesamte Führungsetage des Klubs aus Leuten, welche schon lange in der Fanszene verankert sind und daher immer recht offen mit den Fans reden. Die Funktionäre sieht man deshalb immer wieder auf der Tribüne mitten in der Fanmenge.
Gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus
Durch die politisch linke Haltung des Klubs mit der Verbundenheit der Fans in der Nähe der Reeperbahn, zeichnet sich St. Pauli immer wieder durch ganz besondere Fan-Aktionen aus. So steht der Klub dafür seine Ticketpreise nicht zu erhöhen, damit jeder sich die Spiele angucken kann, Benefizspiele, um Geld für Flüchtlinge zu sammeln oder sich offen gegen Rassismus und Sexismus auseinanderzusetzen. Dazu gab es vor ein paar Jahren eine grosse Spendenaktion für den Klub damit dieser sich nach dem Abstieg eine Lizenz zur 2. Bundesliga holen konnte. St. Pauli war dazu tatsächlich der erste deutsche Fussballklub, welcher ein Stadionverbot für rassistische und sexistische Äusserungen aussprach, was heute im Fussball normal ist, startete mit St.Pauli. Dazu unterstütze man ebenso den Schweizer Film «Mario» in dem sich der Fussballer Mario in seinen neuen Mitspieler Leon verliebt. Homosexualität im Sport und vor allem im Fussball noch immer ein Thema, mit dem man sich eher nicht auseinandersetzt.
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Doch woher kommt jetzt der Totenkopf?
Der bekannte Totenkopf feierte ebenso in den 80er Jahren sein Debüt, wo der alternative Punkrocker «Doc Mabuse» ein echtes Urgestein des Hamburgerkiez eine Piratenflagge mit ins Stadion nahm und sie an einem Besenstiel befestigte. Viele Fans liesen sich ebenso von diesem Symbol inspirieren, so ist unteranderem eine beliebte St. Pauli Fanbar «Jolly Roger» bestückt mit Totenkopfflaggen. Später wurde der Totenkopf dann ebenso ein Protestsymbol als man sich gegen immer mehr Mode- und Trendboutiquen im Viertel gewehrt hat, gingen St. Paulis Bewohner auf die Strasse mit gehisster Totenkopfflagge.
Kultklub, der für vieles steht; kurzgesagt
Über die Jahre hat St. Pauli durch seine Fans, welche eben in guten wie in schlechten Zeiten da sind, für ihren Klub und sich nie was sagen lassen wollen vom grossen Geld im Fussball einen wirklichen Kultstatus erreicht. Ob bei Fussball-Fans, die ebenso genug haben von den Millionen im Fussball, Punkern oder eben bei Menschen die ebenso wie der Klub gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus einstehen, der Totenkopf von St. Pauli verbindet vieles miteinander. Wodurch St. Pauli wirklich nicht gerade ein "normaler" Fussballklub ist.